Alpaka – Schatz der Anden

Vor mehr als 6000 Jahren, in dieser einmaligen Landschaft von schneebedeckten Bergen, himmlischen Seen und grenzenlosen Steppen, schafften es die ersten Bewohner Perus, Alpakas und Lamas zu domestizieren. Mit gesicherter Nahrung und Kleidung wandelten sie ihre Lebensart von nomadischen Jägern zu sesshaften Hirten, welche wichtige Kulturen hervorbrachten. Ihre Leistungen in der Züchtung dieser Tiere sind erstaunlich: über einen Zeitraum von 2000 Jahren haben sie zwei verschiedene Rassen von Alpakas hervorgebracht – Huacaya und Suri – mit Farben von Cremeweiss bis Tiefschwarz und zahlreichen Zwischentönen in schönen Braun- und Graustufen.

Alpaka und Baumwolle dienten bereits den alten Inkas als Inspirationsquelle, um die besten Weber der Welt zu werden. Alpakas haben bis heute nichts an ihrer Bedeutung eingebüsst für die Hirten der Anden, die immer noch mit traditionellen Züchtungsmethoden arbeiten, während sie sich mit grösster Sorgfalt um ihre wertvollen Bestände kümmern.

Zu den zahlreichen herausragenden Eigenschaften von Alpaka Fasern gehört ihr Glanz, ihre Feinheit und Resistenz, Elastizität, Wärmeisolierung und Nichtentflammbarkeit. Diese stolzen Tiere produzieren Fasern in mehr als zwanzig Naturtönen und die hellen Farbtöne können auf jede beliebige Farbe eingefärbt werden. Alpaka Kleidungsstücke haben einen schönen Fall und pillen wesentlich weniger als andere Naturfasern. Alpaka’s begehrte Charakteristiken ermöglichten es der peruanischen Textilindustrie in die ganze Welt zu exportieren. Tausende von Familien in den Anden verdienen so ein angemessenes Einkommen. Achtzig Prozent der weltweiten Alpaka Population und die genetischen Reserven der Spezies befinden sich in Peru. Sie sind der eigentliche Schatz der Anden.